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ALUMINIUM 2020 13. Weltmesse & Kongress
6. – 8. Oktober 2020
Messegelände Düsseldorf

News Room

Aluminiumindustrie - Quo vadis?

17.02.2020
 | Dr. Bruno G. Rüttimann ist nach 20 Jahren in der Aluminiumindustrie Experte auf dem Gebiet der Globalisierung, Strategie und Lean Production.

Dr. Bruno G. Rüttimann ist nach 20 Jahren in der Aluminiumindustrie Experte auf dem Gebiet der Globalisierung, Strategie und Lean Production.

    

Wettbewerb, Protektionismus, Handelskriege – Wohin steuert die internationale Aluminiumindustrie? Ein Interview mit Globalisierungs- und Strategieexperte Bruno Rüttimann über die internationale Lage, den Welthandel und die E-Mobilität.

      

Nicht nur die Aluminiumindustrie, sondern die gesamte Weltwirtschaft wird von der protektionistischen Politik der USA negativ beeinflusst. Die Zoll- und Handelspolitik und die einseitige Aufkündigung von internationalen Verträgen stellen eine besondere Herausforderung dar. Dazu kommen weitere Risiken wie die unkalkulierbaren Effekte des Brexit.  Herr Rüttimann, wie beurteilen Sie die politische und konjunkturelle Lage?

   

Bruno Rüttimann: Die herauf beschwörte Lage ist tatsächlich ernst. Wir sitzen alle auf einem Pulverfass – wir können nur hoffen, dass keiner die offenliegende Zündschnur entfacht. Die jetzige politische Lage, provoziert durch einen unerfahrenen und antikonformistischen Politiker, der mehr zockt als regiert, überschattet nicht nur die Weltwirtschaft, sondern schürt auch die weltpolitische Instabilität. Das Schlimme ist, wir sind der Willkür dieser Politik ausgesetzt, ohne dass wir entscheidend eingreifen; nicht eingreifen bedeutet auch tolerieren. Das zögerliche Handeln der europäischen Politiker zeigt die Unsicherheit oder sogar Schwäche und veranschaulicht klar die Unterwürfigkeit von der Abhängigkeit.

   

Wenn wir einfachheitshalber die großen weltpolitischen, aber auch die klimatischen und sozialen Tragödien ausklammern, wie wirken sich diese verketteten Faktoren auf die Aluminiumindustrie aus?

   

Bruno Rüttimann: Ich glaube wir erleben wirtschaftlich gerade ein Paradebeispiel der Hegelschen Dialektik im Großformat. Durch ihre einseitigen und eigennützigen wirtschaftspolitischen Praktiken foutiert sich China als WTO Mitglied geradezu über allgemein akzeptierte und gültige Handels- und Wettbewerbsregeln. Diese Ausgangslage entspricht der These, oder dem erregenden Moment in einem klassischen Theaterstück. Die Nationen haben diesem Geschehen machtlos zugesehen oder besser gesagt geduldet im Hinblick auf potenzielle Geschäfte – nicht aber Trump. China hat es auf die Spitze getrieben und eine Reaktion geradezu provoziert. Die amerikanische Reaktion ist drastisch gewesen. Das Verhängen von mittelalterlichen Zöllen von einem Freihandel-predigenden Staat mag paradox erscheinen, zeigt aber die Ausweglosigkeit der amerikanischen Industrie. Das explizite Anprangern der chinesischen Praktiken ist jedoch sehr berechtigt und absolut notwendig – einzig, durch die unkluge Reaktionsweise zieht es leider die gesamte Weltwirtschaft in den Strudel. Diese Situation entspricht der Antithese in der Hegelschen Dialektik.

   

…und die Synthese…?

   

Bruno Rüttimann: Genau – da stehen wir jetzt und warten gespannt wie es weiter geht. [...]

    

Lesen Sie das vollständige Interview in der "Kick-Off Edition" der ALUMINIUM 2020 Messezeitung unseres Medienpartners "Aluminium Praxis" (Giesel Verlag), die im Novemver 2019 erschienen ist.

Hier geht es zum Download des Interviews:

E-Paper (pdf, 1 mb)

ALUMINIUM_2020_Kick-off-Edition_DE.JPG

   


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