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ALUMINIUM 2020 13. Weltmesse & Kongress
6. – 8. Oktober 2020
Messe Düsseldorf

Aluminiumnachfrage wächst weltweit

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Die weltweite Primäraluminiumproduktion ist im Jahr 2017 um 5,8 Prozent gestiegen. Die anhaltend gute Nachfrage spiegelt sich derzeit auch in der Preisentwicklung wieder und hat enormen Einfluss auf die internationalen Lagerbestände. Auch in den kommenden Jahren wird Aluminium vom Leichtbautrend profitieren.


Die weltweite Primäraluminiumproduktion erhöhte sich 2017 um 5,8 %, Prozent, in China stieg diese um 10 %, während sie in Nordamerika und Europa stagnierte. Insgesamt wurden 2017 rund 63,2 Millionen Tonnen Aluminium weltweit produziert. Für das laufende Jahr gehen Marktbeobachter von einem weiteren soliden Wachstum aus; so erwartet die Düsseldorfer IKB-Bank für das Gesamtjahr 2018 eine weltweite Primäraluminiumproduktion von 64 Millionen Tonnen zuzüglich einer Recyclingaluminiumproduktion von rund 12 Millionen Tonnen. Die gute Nachfrage spiegelt sich auch in der Preisentwicklung wieder. Lag der Preis zu Anfang 2017 pro Tonne bei rund 1.700 Dollar, bewegt sich die Marke ein Jahr später zwischen 2.100 und 2.200 Dollar.

Die Aussichten der Aluminiumindustrie für das laufende Jahr sind also generell weiterhin gut, trotz anhaltender politischer Unsicherheiten wie etwa der geplanten US-Zölle auf Aluminiumimporte, dem Brexit oder der Sorge, dass China als weltweit größter Produzent von Aluminium und -Halbzeugen seine Exporte in den europäischen Raum ausweiten könnte.

China bleibt Hauptwachstumstreiber

Die Volksrepublik China ist zwar inzwischen längst der mit Abstand größte Aluminium-Hersteller weltweit, aber der Bedarf im Reich der Mitte wächst ebenfalls schneller als anderswo. China bleibt Hauptwachstumstreiber für die Aluminiumindustrie mit einer extrem großen Dynamik hinsichtlich der E-Mobilität.

Impulse erhält die weltweite Nachfrage nach Primär- wie auch Recyclingaluminium vom Trend zum Leichtbau in der Automobilindustrie. In der boomenden Luftfahrindustrie wächst der Aluminiumbedarf ebenso wie die Belebung der Baubranche in Kontinentaleuropa die Nachfrage stimuliert. Zudem steigt der Bedarf in Märkten wie Maschinenbau oder Verpackung weiter an.

Automobiler Leichtbau hat längst noch nicht alle Möglichkeiten ausgereizt

Die Automobilindustrie ist ein zentraler Wachstumstreiber für die Branche, weil zum einen der Individualverkehr weltweit weiter stark zunimmt und zum anderen der Druck steigt, aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes Leichtbau-Materialien einzusetzen. Der automobile Leichtbau hat längst noch nicht alle Möglichkeiten ausgereizt und entwickelt sich stetig weiter. Und: Vor dem Hintergrund von Megatrends wie Mobilität der Zukunft, Elektromobilität oder Additive Fertigung werden neue Lösungen und Anwendungen aus Aluminium-Werkstoffen zunehmend nachgefragt.

Insbesondere im Leichtbausektor steht Aluminium im Wettbewerb mit anderen Werkstoffen. Auch wenn Aluminium in einigen Einsatzgebieten Anteile verlieren sollte, wird er sich im Gegenzug neue Anwendungsgebiete erschließen. Die Zuwächse werden weiterhin höher sein als die Substitution. Der Trend zu energiesparenden Autos und die optimale Wiederverwendbarkeit des Werkstoffs, die dadurch gesicherte Möglichkeit die einmal investierte Energie in die Erzeugung des Rohstoffes vollständig wieder zum Einsatz zu bringen, wird den Gebrauch von Aluminium verstärken.

Aluminium-Bestände in den Lagerhäusern sind stark geschmolzen

Die hohe Nachfrage hat enormen Einfluss auf die Lagerbestände - ganz gleich, ob es sich dabei um die offiziell in bei Metallbörsen wie der London Metal Exchange (LME) akkreditierten Lagerhäusern registrierten Mengen handelt, die bei Produzenten verbliebenen Bestände oder das als “heimlicher Vorrat” irgendwo gehortete Aluminium. In den LME - Lagerhäusern sind die Aluminium-Bestände stark geschmolzen - von den 2014 dort global eingelagerten Mengen ist nur noch ein Viertel übrig. Das spiegelt die im Vergleich zum vorigen Jahrhundert nun nicht nur in China sondern auch weltweit deutlich höhere Nachfrage nach dem Leichtmetall. CRU, die Metall - Consultants, gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Aluminium frühestens ab 2025 etwas abschwächt, bis dahin aber hoch bleibt und wahrscheinlich sogar noch steigt.


Grafik: European Aluminium (Quelle: https://www.european-aluminium.eu/data/economic-data/current-primary-production/)


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