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Aluminiumwerk Neuss stärkt Recycling

19.09.2007
Neuss 50.000 Tonnen gebrauchtes Aluminium soll der neue Recyclingofen jährlich einschmelzen, den Christa Thoben, Wirtschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, und Eivind Reiten, Vorstandsvorsitzender und CEO von Norsk Hydro, heute offiziell in Neuss einweihten. Der neue Ofen stärkt deutlich die Effizienz der größten und technologisch führenden deutschen Aluminiumhütte.

Hydro Aluminium Neuss erzeugt in diesem Jahr voraussichtlich 231.000 Tonnen neues Metall, das dann zu Walzbarren gegossen wird. Mehr Recycling steigert die Lieferung des Werkes mittelfristig von derzeit 350.000 Jahrestonnen auf 400.000 Jahrestonnen. Die Walzbarren werden im direkt benachbarten weltgrößten Aluminiumwalzwerk Alunorf und im führenden Kaltwalzwerk von Hydro in Grevenbroich zu Folien und Halbzeugen für Lithografie, Automobil und Bau verarbeitet.

„Dieser weltweit einzigartige Verbund bildet die Spitze der starken Aluminiumindustrie in Nordrhein-Westfalen. Sowohl bei der Produktion von Primäraluminium als auch in der Fertigung von Halbzeugen ist unser Land der mit Abstand bedeutsamste Standort in Deutschland", sagte Wirtschaftsministerin Christa Thoben. Mit ihren 45.000 Beschäftigten zähle die Aluminiumindustrie zu den wichtigsten industriellen Arbeitgebern. Gleichzeitig leiste sie mit einer Recycling-Quote von durchschnittlich bis zu 80 Prozent einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. "Das Land steht zu dieser Industrie und will dazu beitragen, den Standort zu stärken und weiter auszubauen", betonte die Ministerin weiter. Dazu gehöre auch eine verlässliche und wirtschaftlich vertretbare Energieversorgung.

Der neue, kontinuierlich laufende Ofen kann 180 Tonnen Flüssigmetall pro Tag produzieren und nutzt den Abbrand von Beschichtungen und Lacken der Schrotte direkt als Prozessenergie. Das gesamte Maßnahmenpaket im Wert von 12 Millionen Euro verbessert die Betriebsabläufe im Werk Neuss und stärkt den Metallkreislauf für Hydro und seine Kunden. Zugleich trägt es dazu bei, die Last deutlich erhöhter Strompreise für das Werk Neuss zu lindern.


Pressemitteilung zum Download [PDF | 16 kb]