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Währungsgewinne stärken Ergebnis des 3. Quartals, EBIT jedoch schwächer

30.10.2007
Die "neue" Hydro erreichte im dritten Quartal 2007 ein Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 2.621 Millionen Kronen. Im vorigen Quartal hatte das entsprechende Ergebnis 2.581 Millionen Kronen und im dritten Quartal des Vorjahres 1.354 Millionen Kronen betragen. Beträchtliche Währungsgewinne aus Sicherungsgeschäften stärken das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten. Das Betriebsergebnis sank im dritten Quartal um 1.120 Millionen Kronen, da die Aluminiumpreise in norwegischen Kronen niedriger waren und der Absatz der weiterverarbeitenden Aktivitäten saisonbedingt schwächer war. Der Rückgang des Betriebsergebnisses wurde aufgehoben durch Währungsgewinne in Höhe von 1.199 Millionen Kronen, hauptsächlich aufgrund von Sicherungsgeschäften.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die "neue" Hydro lag bei 2.039 Millionen Kronen im dritten Quartal, im zweiten Quartal dieses Jahres hatte es vergleichsweise 3.159 Millionen Kronen und im dritten Quartal des Vorjahres 2.147 Millionen Kronen betragen.

Das Ergebnis von Aluminium Metal, dem Bereich für die Aluminiumerzeugung von Hydro, gab im Vergleich zum starken Ergebnis des vorigen Quartals leicht nach, ausschlaggebend dafür waren hauptsächlich niedrigere erzielte Preise in norwegischen Kronen.

Aluminium Products, das Weiterverarbeitungsgeschäft des Unternehmens, erreichte in den Bereichen Rolled Products, Extrusion Europe und Building Systems zufriedenstellende Ergebnisse, wenn man den saisonbedingten Absatzrückgang und die nicht realisierten Effekte der Sicherungsgeschäfte berücksichtigt. Die Bereiche Automotive und US Extrusion weisen weiterhin relativ schwache Ergebnisse auf. Die Bedingungen für die Weiterverarbeitungsaktivitäten in Europa blieben stabil, während der nordamerikanische Markt weiter nachgab.

Hydros Energiegeschäft erzielte schwächere Ergebnisse als im vorigen Quartal, das sehr gut war. Ausschlaggebend dafür waren vor allem niedrigere Spotpreise auf dem Strommarkt. Das Solarenergiegeschäft des Unternehmens bietet vielversprechende Möglichkeiten. Das Unternehmen Ascent Solar, an dem Hydro mit 23 Prozent beteiligt ist, hat eine Pilotanlage für die Produktion von flexiblem Dünnfilm für Solarzellen in Betrieb genommen.

Das dritte Quartal markiert den Beginn von Hydro als reinem Aluminiumunternehmen mit einem einzigartigen Energieportfolio als wichtigem Wettbewerbsvorteil?, erklärt Eivind Reiten, der Vorsitzende der Konzernleitung von Hydro. Wir haben eine Periode mit großen Veränderungen hinter uns und sind nun auf weiteres Wachstum eingestellt. Dabei bauen wir auf unsere Erfahrungen und Traditionen mit Ausgangspunkt in Norwegen und mit der ganzen Welt als Markt. Ich habe große Ambitionen für Hydro, so Reiten.

 

Aluminium Metal

Das EBIT für Aluminium Metal belief sich im dritten Quartal 2007 auf 2.172 Millionen Kronen, das entspricht einem Rückgang um 12 Prozent gegenüber dem starken Ergebnis im zweiten Quartal 2007 und um acht Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2006, was hauptsächlich auf niedrigere erzielte Aluminiumpreise zurückzuführen ist. Der erzielte Aluminiumpreis in US-Dollar war im Vergleich zum zweiten Quartal 2007 nahezu unverändert, aber in norwegischen Kronen fiel er um vier Prozent. Dadurch reduzierte sich das Betriebsergebnis um 285 Millionen Kronen.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2006 gab der erzielte Aluminiumpreis in norwegischen Kronen um ein Prozent nach, dadurch verringerte sich das Betriebsergebnis um 80 Millionen Kronen.

Hydros Erzeugung von Primäraluminium, einschließlich der anteiligen Produktion aus Beteiligungen, lag im dritten Quartal auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Quartal 2007, nämlich bei 435.000 Tonnen. Verglichen mit dem dritten Quartal 2006 sank die Produktion um drei Prozent, hauptsächlich aufgrund der Schließung der Hütte in Stade in Deutschland und dem Abschalten der Söderberg-Öfen in Årdal in Norwegen.

Der Anteil am Überschuss aus Beteiligungsunternehmen von Aluminium Metal betrug im dritten Quartal 275 Millionen Kronen. Im zweiten Quartal 2007 hatte der entsprechende Betrag bei 323 Millionen Kronen und im dritten Quartal 2006 bei 385 Millionen Kronen gelegen.

Die Betriebsaufnahme im Joint Venture Qatalum, das sich zu jeweils 50 Prozent im Besitz von Hydro

Pressemitteilung und Qatar Petroleum befindet, dürfte voraussichtlich Ende des Jahres 2009 erfolgen. Dadurch erhöht sich die kostengünstige Produktionskapazität wesentlich. Die gesamten Investitionskosten waren zunächst auf 4,8 Milliarden US-Dollar (für das gesamte Joint Venture) veranschlagt, sie dürften sich um etwa 800 Millionen US-Dollar erhöhen. Ein beträchtlicher Anteil der Aufträge für das Projekt ist inzwischen vergeben und die Eigner sind nun dabei, zusammen mit den Hauptlieferanten weitere Lieferanten als Subunternehmen auszuwählen. Dabei hat sich herausgestellt, dass die hohe Bautätigkeit dazu führt, dass bei einigen dieser Subunternehmer höhere Kosten als ursprünglich berechnet anfallen dürften.

Im September 2007 hat Hydro eine Option im Rahmen eines langfristigen Vertrages für Aluminiumoxid mit Rio Tinto Alcan (früher Comalco) ausgeübt. Dadurch erhöhen sich die Aluminiumoxid-Lieferungen von Rio Tinto Alcan von 500.000 auf 900.000 Tonnen pro Jahr mit einer Laufzeit von 2011 bis 2030. Aluminium Products

Aluminium Products verzeichnete im dritten Quartal 2007 einen Verlust vor Zinsen und Steuern in Höhe von 247 Millionen Kronen, während sich das EBIT für das zweite Quartal 2007 auf 355 Millionen Kronen belaufen hatte. Im dritten Quartal 2006 war ein Verlust in Höhe von 435 Millionen Kronen entstanden. Das Ergebnis des dritten Quartals ist stark beeinflusst durch beträchtliche negative nicht realisierte Effekte aus Sicherungsgeschäften in Höhe von 440 Millionen Kronen. Im zweiten Quartal 2007 waren negative Effekte in Höhe von 31 Millionen Kronen angefallen.

Die Nachfrage auf dem Markt für Walzprodukte war gut, aber die Ergebnisse des Quartals wurden durch den saisonbedingten niedrigeren Absatz und durch im Vergleich zum zweiten Quartal niedrigere Margen in Euro beeinflusst. Weiterhin gute Margen für die europäischen Aktivitäten im Strangpressbereich und bei Bausystemen haben positiv zum Ergebnis des Quartals beigetragen, wurden aber durch den im Vergleich zum zweiten Quartal niedrigeren saisonbedingten Absatz aufgehoben. Der Profilmarkt in den USA hat sich noch weiter abgeschwächt, nachdem bereits im ersten Halbjahr 2007 ein starker Rückgang zu verzeichnen gewesen war. Der Profilabsatz von Hydro in den USA verringerte sich im dritten Quartal um zwölf Prozent gegenüber dem zweiten Quartal, hauptsächlich aufgrund der Schließung der Anlage in Ellenville. Das Betriebsergebnis der Aktivitäten in den USA verbesserte sich infolge der Maßnahmen zur Kostenreduktion leicht gegenüber dem zweiten Quartal, ist aber weiterhin nicht zufriedenstellend.

Hydro wird bald den umfassenden Umstrukturierungs- und Veräußerungsprozess im Verarbeitungsbereich abschließen, im Zuge dessen hat sich unter anderem die Zahl der Beschäftigten seit Anfang des Jahres um etwa 3.500 Personen reduziert. Energy

Das EBIT vom Energiebereich von Hydro betrug im dritten Quartal 242 Millionen Kronen, das entspricht einem Rückgang um 154 Millionen Kronen gegenüber dem zweiten Quartal. Es liegt damit

Pressemitteilung auch um 82 Millionen Kronen unter dem des dritten Quartals 2006. Die Stromproduktion von Hydro im dritten Quartal belief sich auf 3,3 TWh, das sind 20 Prozent mehr als im vorigen Quartal und 71 Prozent mehr als im dritten Quartal 2006. Der Produktionsanstieg wurde jedoch durch beträchtlich niedrigere durchschnittliche Spotpreise mehr als ausgeglichen. Die nordischen Spotpreise lagen um 14 Prozent unter denen des vorigen Quartals und waren 68 Prozent niedriger als im dritten Quartal 2006.

Die Geschäftsentwicklung im Bereich Solarenergie macht Fortschritte. Hydro hält einen Anteil von 23 Prozent am Unternehmen Ascent Solar Technologies Inc. in den USA, das eine führende Position bei der Technologie für Dünnfilm einnimmt. Hydro besitzt auch 16 Prozent der Anteile am Unternehmen Norsun AS, das zurzeit eine Anlage für die Herstellung von Siliziumscheiben in Årdal in Norwegen errichtet, und 49 Prozent der Anteile an HyCore ANS, einer Kooperation mit Umicore SA in Belgien zwecks Entwicklung neuer kosteneffizienter Produktionsverfahren für ultrareines Silizium für die Solarzellenfertigung.

Finanzposten

Die netto Finanzerträge im dritten Quartal 2007 betrugen 1.282 Millionen Kronen, einschließlich der netto Währungsgewinne in Höhe von 1.199 Millionen Kronen und der netto Zinserträge in Höhe von 64 Millionen Kronen. Ausschlaggebend für den Währungsgewinn war der im Vergleich zur norwegischen Krone schwache amerikanische Dollar in diesem Quartal, wodurch die Verträge in US- Dollar Währungsgewinne erbrachten. Der positive netto Zinsertrag resultiert aus der starken Position der flüssigen Mittel im Vergleich zu den Verbindlichkeiten.

Netto Finanzerträge im zweiten Quartal 2007 betrugen 575 Millionen Kronen, darin enthalten war ein Währungsgewinn infolge des schwachen Dollars und ein positiver netto Zinsertrag.

Im dritten Quartal 2006 wurde im Posten Finanzergebnis ein Verlust in Höhe von 136 Millionen Kronen ausgewiesen; hauptsächlich aufgrund eines Währungsverlustes infolge einer Stärkung des US- Dollars in diesem Zeitraum.

Flüssige Mittel beliefen sich am Ende des dritten Quartals 2007 auf 7,6 Milliarden Kronen mehr als die verzinslichen Verbindlichkeiten. Die Liquidi tätsreserven in Höhe von 33,9 Milliarden Kronen am Ende des Quartals belaufen sich nach Tilgung von Schulden in Höhe von 26,2 Milliarden Kronen an StatoilHydro in Verbindung mit der Ausgliederung am 1. Oktober 2007 auf 7,8 Milliarden Kronen. Steuern

Der Steueraufwand für die "neue" Hydro beträgt 3.042 Millionen Kronen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2007, das entspricht etwa 27 Prozent des Ergebnisses der fortgeführten Aktivitäten vor Steuern. Der Steueraufwand im dritten Quartal wurde positiv beeinflusst durch die Reduktion der gesetzlich vorgeschriebenen Steuersätze in Deutschland, dadurch reduzierten sich die latenten Steuern um etwa 250 Millionen Kronen.

Aussichten

Mit Ausnahme von China deuten die wichtigsten wirtschaftlichen Schlüsselindikatoren auf ein schwächeres Wachstum in allen wichtigen Regionen. Das europäische Industriewachstum dürfte gegen Ende des Jahres geringfügig nachlassen. Die Wirtschaftsaussichten für Nordamerika sind weiterhin schwach. In China hält das schnelle Entwicklung an, die Industrieproduktion steigt gegenwärtig mit etwa 16-18 Prozent pro Jahr.

Eine Kombination der hohen Preise an der Metallbörse in London (LME) und relativ stabile Preise für Aluminiumoxid auf kurze Sicht haben zu einer höheren Auslastung der Kapazität der chinesischen Schmelzhütten geführt. Einschließlich neu hinzukommender Produktionskapazität wird sich die chinesische Produktion von 2006 bis 2007 vermutlich um ca. 30-35 Prozent erhöhen. Chinas Verbrauch an Primäraluminium dürfte im gleichen Zeitraum noch stärker wachsen. In der Welt ansonsten wird die Produktion von Primäraluminium 2007 im Vergleich zu 2006 wahrscheinlich um 4-5 Prozent steigen, während der Verbrauch nur um ein Prozent zunimmt.

Die Lager mit Primäraluminium werden 2007 wahrscheinlich ein moderates Wachstum verzeichnen.

Gusserzeugnisse Die Marktverhältnisse für Rundbarren in Europa bleiben voraussichtlich stark, können aber leicht nachgeben. Der Endmarkt für Walzerzeugnisse und Gusslegierungen in Europa wird im Großen und Ganzen gut sein, ein gewisser Rückgang ist jedoch zu erwarten. Der Markt für Gusserzeugnisse in den USA wird weiterhin relativ schwach sein.

Abgesehen vom Gleichgewicht auf dem globalen Markt für Aluminium spielt auch das Verhalten der Finanzinvestoren weiterhin eine wichtige Rolle, wenn es um die Entwicklung der Preise für Primäraluminium geht.

Walzerzeugnisse Der europäische Markt für Walzerzeugnisse ist weiterhin gut, es gibt allerdings Anzeichen für eine geringfügige Abschwächung. Der Verbrauch dürfte im vierten Quartal 2007 saisonbedingt nachlassen. Der Verbrauch für das Geschäftsjahr 2007 wird im Vergleich zu 2006 voraussichtlich leicht rückläufig sein.

Strangpressprofile

Auf dem europäischen Profilmarkt sind die Aussichten unterschiedlich. Die Nachfrage des Transportsektors bleibt stark, während in der europäischen Baubranche mit einer weiteren Abschwächung zu rechnen ist. Die Märkte in Deutschland bleiben stabil, aber in Frankreich und Italien geben sie leicht nach.

Die Aussichten für den amerikanischen Profilmarkt sind nicht gut. Im Vergleich zum Vorjahr wird mit einem Marktrückgang um 15 bis 20 Prozent gerechnet. Eine anhaltende Verschlechterung des Wohnungsmarktes und unruhige Finanz- und Kreditmärkte haben die Unsicherheit und das Risiko einer weiteren Abschwächung der Wirtschaftsentwicklung verstärkt. Die Margen werden sich voraussichtlich unter wachsendem Druck befinden, desto länger der momentane Konjunkturrückgang anhält.

Die Aussichten für die Aktivitäten von Hydro bei Autoteilen werden durch die schwache Nachfrage in den USA beeinflusst.

Energy

Das Betriebsergebnis für den Energiebereich von Hydro wird in den kommenden Monaten schwanken. Sowohl die Produktionskapazität als auch die Spotpreise auf dem nordischen Strommarkt werden durch hydrologische Verhältnisse stark beeinflusst. Zusätzlich führen Kapazitätsengpässe bei der Durchleitung dazu, dass die Produzenten von Wasserkraft auf regionale Preise angewiesen sind, die sich manchmal von den Spotpreisen unterscheiden.

Der durchschnittliche Wasserstand in den norwegischen Reservoiren lag am Ende des dritten Quartals bei 94 Prozent, das ist fünf Prozent über dem Normalstand zu dieser Zeit des Jahres. Aufgrund des erwarteten Anstiegs der CO2-Emissionskosten vom ersten Januar 2008 stellen die momentan hohen Terminpreise für 2008 verglichen mit dem Rest des Jahres 2007 unter Umständen für die Stromproduzenten einen Anreiz dar, die Produktion im vierten Quartal bis ins Jahr 2008 zu verschieben.

Wechselkurse

Das Betriebsergebnis von Hydro wird durch die Änderungen des US-Dollarkurses gegenüber der norwegischen Krone stark beeinflusst. Ein nachgebender US-Dollar führt zu einer Reduktion des EBIT, während der Anstieg des US-Dollars die entgegengesetzte Wirkung hat. Daher hat Hydro Forward- Devisenkontrakte geschlossen, um Transaktionen vor Wechselkursvolatilität zu schützen. Eine Schwächung des US-Dollars um eine Krone führt auf Jahresbasis zu einer Reduzierung des ?Ergebnisses vor Finanzposten und Steuern? in einer Größenordnung von 3.200 Millionen Kronen und einem Anstieg des Finanzergebnisses in einer Größenordnung von 2.800 Millionen Kronen. Diese Beträge basieren auf einem LME-Preis von 2.748 US-Dollar pro Tonne und einem Wechselkurs von 6,16 Kronen für einen US-Dollar.

 

Finanzielle Information, Betriebliche Kennzahlen und Konsolidierte Ergebnisse finden Sie in untenstehender PDF Pressemitteilung zum Download:


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